Lesesonntag: „Wut“ von Harald Martenstein

Anne/ August 22, 2021/ Leseecke, Roman/ 0Kommentare

Manchmal muss es ein tiefgründigeres Buch sein. Leider gibt es eben auch krasse Abgründe bei der Lektüre.

Über „Wut“ von Harald Martenstein

Das Erbe des Krieges, der Schrecken einer Kindheit und ein Junge, der nicht vergessen kann

Frank ist der Wut seiner Mutter ausgeliefert. Sie schlägt ihn, immer wieder. Er steht ihren Träumen im Weg. Erst kam der Krieg, dann das Bordell, wo sie in der Nachkriegszeit Unterschlupf fand, dann die Klosterschule. Und jetzt das Kind.

Eines Tages eskaliert ein Streit, und Frank springt aus dem Fenster. Er kehrt nie wieder nach Hause zurück. Aber die Wut seiner Mutter wird er nicht mehr los.

Ein Roman darüber, wie schwer es ist, die Wunden der Kindheit zu heilen.

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Meine Meinung zu „Wut“ von Harald Martenstein

Der Schreibstil war unerwartet gut und flüssig, doch das Buch wühlte einfach auf. Es zeigt die Abgründe der menschlichen Psyche und wie sich Wut über Generationen hinziehen kann.

Ich bin vielleicht gerade so in der Zielgruppe, die dieses Buch ansprechen dürfte. Meine Eltern sind ungefähr im Alter von der jungen, wütenden Mutter Maria. Ich selbst bin zwar ein Stück jünger als Frank, aber dennoch konnte ich mich recht gut in ihn hineinfühlen.

Grundlegend hätten sowohl Maria als auch Frank einen Pschologen dringend nötig. Dennoch ist es nachvollziehbar dargestellt. Auch wenn der Einstieg etwas ungewöhnlich war.

Ich möchte nicht zu viel verraten, kann euch das Buch aber empfehlen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Verlag:
Ullstein Buchverlage
ISBN: 9783550201202

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Über Anne

Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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