Bei dem Cover hätte ich eher an ein trockenes Wirtschaftsbuch gedacht. Niemals an einen Krimi!
Über „Freunderlwirtschaft“ von Petra Hartlieb
Alma Oberkofler, Hauptkommissarin mit Hang zur Gerechtigkeit, hat es nicht leicht. Frisch nach Wien versetzt, bekommt sie es gleich mit einem Fall zu tun, der sogar im skandalerprobten Österreich für Schlagzeilen sorgt: Ein Minister hat in seiner Penthouse-Wohnung das Zeitliche gesegnet – allem Anschein nach eher unfreiwillig. Das illustre Umfeld des Toten gibt sich charmant, aber wenig auskunftsfreudig. Kein Wunder, denn ob Kaffeehaus oder Kanzleramt: In der Hauptstadt der Freunderlwirtschaft scheint jeder jedem einen Gefallen zu schulden. Bei der Wahrheitsfindung helfen Alma eine blitzgescheite Buchhändlerin, ein eventuell vertrauenswürdiger Verfassungsschützer – und manchmal auch ein Achtel Veltliner. Liebesgrüße aus Wien: Charmant, lässig und mit feinem Humor erzählt Petra Hartlieb einen Kriminalfall, der fast so originell ist wie die Realität.
Meine Meinung zu „Freunderlwirtschaft“ von Petra Hartlieb
Die Protagonistin, Hauptkommissarin Alma Oberkoferl, wird nach Wien versetzt und bringt direkt mit ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn frischen Wind in ihre Abteilung. Tja, nur stolpert sie auch direkt über eine hochbrisante Leiche: einen Minister. Es muss nicht nur ein Mord aufgeklärt werden, denn Alma hat in ein Wespennest der Korruption gestochen.
Es gibt eben doch ein paar kleine, feine Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich. Ich denke mal, dass das eine oder andere für Österreicher verständlicher ist. Nichtsdestotrotz ist es ein unterhaltsamer Krimi. Ähnlich den diversen Politthrillern gibt es schon sehr erschreckende Tatsachen. Sollte es doch Fiktion sein, gibt es doch so einige realitätsnahe Inhalte. Doch das ist gut verpackt in schwarzem, trockenen Humor mit einer hübschen Prise Sarkasmus.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
ISBN: 9783832182014
Verlag: DUMONT
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