Ein gebrochenes Seelenband, ein gefährlicher Plan und ein Verbündeter, der einem den letzten Nerv raubt. Diese Romantasy verbindet Magie, Abenteuer und jede Menge Herzklopfen.
Über „How to Fight Fate“ von Saskia Louis
Kiana hat ihr ganzes Leben auf den Moment hingearbeitet, an dem sie endlich mit ihrem Seelenband verbunden wird. Für sie bedeutet diese Verbindung nicht nur das Ende ihrer Einsamkeit, sondern auch den nächsten Schritt auf ihrem Weg als Novizin der Schicksalsgöttin. Doch ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als ihr vorherbestimmter Seelenpartner unerwartet stirbt. Plötzlich droht ihr statt einer erfüllten Zukunft ein kurzes Dasein an der Front. Kiana weigert sich jedoch, ihr Schicksal kampflos hinzunehmen, und macht sich auf die gefährliche Suche nach einer Möglichkeit, ihr Seelenband neu zu knüpfen. Unterstützung erhält sie von zwei weiteren Schicksalsbrechern – darunter ein ebenso mächtiger wie unerträglich arroganter Kriegsnovize.
Ein Romantasy-Abenteuer über Schicksal, Mut und die Frage, ob wahre Liebe wirklich vorherbestimmt sein muss.
Meine Meinung zu „How to Fight Fate“ von Saskia Louis
Mein Eindruck
How to Fight Fate hat mich ziemlich schnell gepackt. Die Mischung aus Fantasy, Romantik und der Frage, ob wir unserem Schicksal wirklich ausgeliefert sind oder unser Leben selbst in die Hand nehmen können, hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Und je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr wollte ich wissen, welche Überraschungen noch auf Kiana warten.
Kiana war für mich allerdings nicht immer eine einfache Protagonistin. Gerade zu Beginn hätte ich sie am liebsten das ein oder andere Mal kräftig geschüttelt. Ihre Naivität hat mich stellenweise wirklich zur Verzweiflung gebracht. Gleichzeitig war sie aber auch nachvollziehbar, schließlich kennt sie nichts anderes als die Regeln, mit denen sie aufgewachsen ist. Umso schöner fand ich ihre Entwicklung, denn nach und nach beginnt sie, alles infrage zu stellen und ihren eigenen Weg zu suchen.
Mein persönliches Highlight war ganz klar Tyron. Der mürrische Kriegsnovize hat mich mit seiner Art deutlich mehr überzeugt als der klassische Sunnyboy es jemals könnte. Die Wortgefechte zwischen ihm und Kiana haben für einige Schmunzler gesorgt und das langsame Knistern zwischen den beiden hat sich genau richtig entwickelt. Kein überhastetes Verlieben, sondern eine Beziehung, die sich ihre Momente erst verdienen muss.
Auch das Worldbuilding konnte mich überzeugen. Die Idee mit den Seelenbändern, den Schicksalsnovizen und den verschiedenen Göttern hebt sich angenehm von vielen anderen Romantasy-Geschichten ab. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass manches nur angerissen wurde und noch deutlich mehr Potenzial besitzt. Ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung hier noch tiefer eintaucht.
Emotional hat mich das Buch immer wieder erwischt. Es gibt einige Szenen, die richtig unter die Haut gehen, ohne dabei unnötig dramatisch zu wirken. Saskia Louis schafft es, ernste Themen mit Humor aufzulockern, sodass sich Spannung, Gefühl und lockere Dialoge wunderbar die Waage halten.
Das Hörbuch hat mir ebenfalls richtig gut gefallen. Die Sprecherinnen und Sprecher transportieren die Emotionen glaubwürdig und haben dafür gesorgt, dass ich noch tiefer in die Geschichte eintauchen konnte.
How to Fight Fate ist für mich eine Romantasy, die weit mehr bietet als eine Liebesgeschichte. Es geht um Selbstbestimmung, Verlust, Mut und darum, sich gegen Erwartungen aufzulehnen. Auch wenn Kiana mich zwischendurch in den Wahnsinn getrieben hat und ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Tiefe in der Welt gewünscht hätte, hatte ich richtig viel Spaß mit der Geschichte. Und dieses Ende? Sagen wir einfach so: Ich brauche Band zwei am liebsten sofort.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
ISBN: 9783764171476
Verlag: Ueberreuter Verlag
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