„Christmas & Coffee Kisses“ von Melanie Ober

"Christmas & Coffee Kisses" von Melanie Ober

„Christmas & Coffee Kisses“ von Melanie Ober

Als Valena nach einem Brand bei Felix unterkommt, wird aus ihrer heimlichen Schwärmerei plötzlich Alltag zu zweit. Doch während sie längst verliebt ist, will Felix sein Herz um jeden Preis schützen.

Über „Christmas & Coffee Kisses“ von Melanie Ober

Seit einem Jahr gehört das Café zu Valenas Alltag. Während sie dort als Dolmetscherin am Laptop arbeitet, steht Felix hinter dem Tresen. Sie sehen sich fünf Tage die Woche, acht Stunden am Tag – lange genug, dass er ihre Bestellung kennt und sie irgendwann auch die kleinen Dinge an ihm bemerkt. Und lange genug, dass Valena sich in ihn verliebt.

Kurz vor Weihnachten verliert sie bei einem Brand ihre Wohnung und fast alles, was ihr gehört. Ohne Ersparnisse und ohne eigenes Zuhause kommt Felix’ Angebot wie gerufen: Seine Oma ist vorübergehend in der Reha, und ihre eigensinnige Golden-Retriever-Dame braucht tagsüber Gesellschaft.

Valena übernimmt die Hundebetreuung und darf dafür auf Felix’ Couch schlafen. Eigentlich ein perfekter Deal. Wäre da nicht das eine Problem: Beide haben ein ganzes Jahr lang so getan, als wären da keine Gefühle. Valena weiß längst, dass sie Felix liebt. Er dagegen hat sich geschworen, sich nie wieder zu verlieben. Dass dieser Vorsatz ausgerechnet bei ihr ins Wanken geraten könnte, ahnt er schon seit ihrem ersten Jahr im Café.

Meine Meinung zu „Christmas & Coffee Kisses“ von Melanie Ober

Das Cover hätte mich in der Buchhandlung sofort angesprochen: schön schlicht und genau mein Geschmack. Ich hätte das Buch direkt in die Hand genommen und dem Plot eine Chance gegeben. Auch der Handlungsort in Sachsen hat mich neugierig gemacht.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, und die Figuren waren einfühlsam gezeichnet. Millie, der Hund, war für mich ein echtes Highlight. Leider konnte mich die Handlung nicht durchgehend mitnehmen. Ich mochte die kleinen Schritte, die die Figuren aufeinander zugemacht haben. Doch sobald ich dachte, jetzt geht es voran, waren sie gefühlt wieder bei denselben Sorgen und Konflikten. Das hat mich beim Lesen irgendwann etwas ungeduldig gemacht. Ich hätte mir gewünscht, dass die schönen Momente mehr Raum bekommen und die Figuren ihre Fortschritte auch wirklich spüren dürfen.

Ich wusste, dass die Geschichte als Slow Burn angelegt ist, und mit einer langsamen Annäherung habe ich grundsätzlich kein Problem. Hier hat sich das Tempo für mich aber stellenweise eher zäh angefühlt. Nicht, weil mir die Entwicklung zu langsam war, sondern weil sich manche Konflikte für mich wiederholt haben. Dadurch konnte ich die schönen Momente nicht immer richtig genießen, und die Geschichte zog sich für mein Empfinden etwas in die Länge.

Nach einigen Kapiteln kam mir außerdem das Erzählkonzept bekannt vor. Da fiel mir ein, dass ich schon ein anderes Buch der Autorin gelesen hatte, mit dem ich ebenfalls meine Schwierigkeiten hatte. Damals habe ich bis zum Ende durchgehalten, weil ich den Figuren einen schönen Abschluss gewünscht habe. Das Ende blieb für mich allerdings recht offen. Diese Erfahrung hatte ich beim Lesen der neuen Geschichte leider immer wieder im Hinterkopf.

Das finde ich schade, denn der Schreibstil, die Figuren und auch der Schauplatz in Sachsen hatten für mich viel Potenzial. Ich hätte die Geschichte wirklich gern mehr ins Herz geschlossen – gerade wegen der schönen Momente und Millie. Am Ende hat sie mich aber leider nicht so berührt, wie ich es mir erhofft hatte.

Bewertung: 3 von 5 Sternen
ISBN: 978-3565802104
Verlag: Selfpublishing / epubli
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Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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