Lesesonntag: „Räuberherz“ von Julianna Grohe

Anne/ April 24, 2022/ Fantasy, Leseecke/ 0Kommentare

Ich liebe ja Storys, die auf Märchen basieren. Wobei ich hier eher nicht „Die Schöne und das Biest“ als Grundlage sehen würde.

Über „Räuberherz“ von Julianna Grohe

Als wäre sie in eine schräge Version von Die Schöne und das Biest geraten, findet sich Ella in der Villa eines reichen Mannes wieder. Statt jedoch mit tollen Kleidern und Schmuck verwöhnt zu werden, soll sie putzen, während ihr Entführer eine Traumfrau nach der anderen mit nach Hause bringt.

Welches Geheimnis verbirgt er? Weshalb sind manchmal Stimmen im Haus zu hören, obwohl niemand in der Nähe ist? Und warum gibt es diese seltsamen elektrischen Schläge, wenn sie aus Versehen seine Haut berührt? Ella ahnt, dass seine Hartherzigkeit nichts als Fassade ist … doch was wird sie dahinter finden? Vielleicht etwas viel Gefährlicheres?

Verdammt! Kochen, putzen, waschen, bügeln und das alles für diesen super-arroganten Schönling?
Ein Traum. Genau so hab ich mir den Rest meines Lebens vorgestellt …

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Meine Meinung zu „Räuberherz“ von Julianna Grohe

Gar nicht so leicht, hier eine Meinung zu formulieren. Denn das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Denn Ella wurde entführt, gegen ihren Willen festgehalten und muss von nun an in der Villa ihres Entführers putzen. Dabei ist sie doch erst vor kurzem vor ihrem spielsüchtigen Vater geflohen, der sogar ihr geheimes Sparkonto leer geräumt hat. Vom Regen in die Traufe? Nicht ganz. Die Villa ist annehmbar, es gibt einiges zu lesen und auch mit den Tieren freundet sich Ella schnell an.

An sich fand ich das Buch gut geschrieben. Es hat mich eine Weile gefesselt und vom Alltagstrott abgelenkt. Aber das Thema Entführung war einfach ein No-Go für mich. Ella entwickelt auch noch eine Art Stockholmsyndrom. Das war für mich schlicht negativ.

Doch Crys wurde mir zunehmend sympathisch und ich konnte ihn nach und nach immer besser verstehen. Wäre er eher ehrlich zu Ella gewesen, hätte es ein paar Wendungen nicht gegeben. Aber dann wäre der Lesespaß sicher weitaus geringer gewesen.

Die Liebesgeschichte ist schon recht fragwürdig, insbesondere, da sie vielmehr an König Blaubart denn die Schöne und das Biest erinnert. Aber es war dennoch ein kurzweiliger Lesespaß.

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Verlag: Drachenmond Verlag
ISBN: 978-3959912105

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Über Anne

Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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