„Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer

Where I Left My Heart von Julia Niederstraßer

„Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer

Also hier fiel es mir unwahrscheinlich schwer, eine eindeutige Meinung zu bilden. Ich bin wirklich hin und her gerissen.

Über „Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer

Wir sammeln gebrochene Herzen – gib uns einen Gegenstand deiner verflossenen Liebe und lass sie endlich los! Als Juna eine Zeichnung im Museum of Broken Hearts abgibt, hofft sie auf das Versprechen des Museums: Wer einen Gegenstand seiner verflossenen Liebe dalässt, wird sich von der Person lösen können. Perfekt! Denn Link ist nicht nur Junas bester Freund, sondern auch der ihres Bruders, und Juna muss dringend mit diesem Kuss, ihren Gefühlen und dem Bild abschließen, das Link von ihr gezeichnet hat. Um ihre Freundschaft nicht zu gefährden, geht sie dem Tattooartist aus dem Weg. Doch selbst in den kurzen Momenten, in denen sie sich sehen, ist das Feuer zwischen ihnen kaum zu bändigen – egal, wie sehr sie sich bemühen, die Grenzen ihrer Beziehung zu wahren…

Meine Meinung zu „Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer

„Where I Left My Heart“ hat bei mir sehr gemischte Gefühle hinterlassen. Besonders berührt hat mich die Idee mit dem Museum of Broken Hearts – die kleinen Geschichten zu den Exponaten am Kapitelanfang haben mich oft nachdenklich zurückgelassen und gaben der Handlung für mich einen ganz besonderen Rahmen.

Juna und Link mochte ich grundsätzlich sehr gerne. Sie wirken nicht übertrieben perfekt, sondern realistisch und menschlich. Vor allem Juna mit ihrer Skoliose hat mich bewegt, weil dieses Thema Own-Voice dargestellt wird und so selten in Liebesromanen vorkommt. Ich habe mich ihr stellenweise sehr nah gefühlt. Link empfand ich ebenfalls als sympathisch, seine Tattoos und seine Stärke haben ihn greifbar gemacht.

Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht immer durchgehend fesseln. Manche Passagen waren mir einfach zu langatmig, mit vielen inneren Monologen und einem Hin und Her zwischen Juna und Link, das sich eher wie eine Verzögerung anfühlte als wie eine echte Vertiefung ihrer Beziehung. Auch hätte ich mir gewünscht, noch mehr über ihre Vergangenheit und die Krankheitsgeschichte zu erfahren – hier blieb für meinen Geschmack einiges an Potenzial ungenutzt.

Auf der anderen Seite gab es aber auch Momente, in denen ich völlig im Buch versunken war: Ich habe mitgefiebert, Gänsehaut gehabt und sogar Tränen in den Augen. Gerade die Mischung aus Junas Geschichte, der zarten Liebesentwicklung und den berührenden Museumsgeschichten hat mich immer wieder gepackt.

Mein Fazit:
„Where I Left My Heart“ ist ein emotionaler Own-Voice-Roman, der mich mal sehr berührt, mal etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Trotz einiger Längen und offener Wünsche habe ich die Grundidee und die Figuren geliebt. Für mich liegt das Buch irgendwo zwischen 3 und 5 Sternen, je nachdem, wie sehr ich die berührenden Momente oder die langatmigen Passagen gewichte.

Bewertung: 3 von 5 Sternen
ISBN: 9783911244374
Verlag: LEAF
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Teilzeit-Alleinerziehend, Teilzeit-arbeitend, manchmal überfordert, Mama eines zuckersüßen Buben, Soldatenfrau, ein wenig verrückt und mit ganz viel Herz ausgestattet.

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